Der Fall des Eisernen Vorhangs und die Auflösung der Sowjetunion: Österreich als Brücke zwischen Ost und West?
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Liebe Fraunde, auf die Einladung des Österreichischen Kulturforums kommt nach Kiew und nach Odessa MMag. Dr. Andrea Brait (Universität Wien) mit den Vorträgen.


am 31. März, um 9:30 an der Diplomatischen Akademie in Kiew
Arbeitssprache Englisch
(bitte um die Anmeldung, Teilnehmerzahl ist begrenzt)

und am 1. April im Impact HUB Odessa in Odessa um 18:30
Arbeitssprache Deutsch

Mit dem Jahr 1989 werden herausragende Zäsuren in der internationalen Architektur und europäischen Staatengemeinschaft verbunden. Das Ende des bipolaren Systems mit zwei sich gegenüberstehenden politischen Ideologien war Ende des Jahres unausweichlich. Doch nicht nur die Staaten Mittelosteuropas wurden von den politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen ergriffen. Für das neutrale Österreich ist zu bedenken, dass die außenpolitische Stellung wesentlich durch die Bedingungen des Kalten Krieges geprägt war. Nicht nur Politiker, sondern auch die Österreicher verstanden den Staat als „neutrale Friedenszone zwischen den Machtblöcken“ sowie als „Brücke zwischen Ost und West“. In der Umbruchsphase am Ende des Kalten Krieges versuchte die österreichische Außenpolitik die Grenzen zu den sozialistischen Staaten in Ost- und Mittelosteuropa insbesondere durch Kulturkontakte zu öffnen.

Der Vortrag wird sich auf die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und der UdSSR in den Jahren 1989 bis 1991 konzentrieren. Außerdem wird nach den österreichischen Reaktionen auf die Unabhängigkeitserklärung der Ukraine und das darauffolgende Referendum in 1991 gefragt.

MMag. Dr. Andrea Brait

Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik in Wien; Lektorin am Institut für Geschichte der Universität Wien, an der PH Wien und am Institut für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim; zahlreiche Vorträge, Lehrveranstaltungen und Publikationen zu den Themen Gedächtnispolitik und Musealisierung im deutschsprachigen Raum, zu den Beziehungen Österreichs zu seinen Nachbarstaaten und im Bereich Geschichtsdidaktik, zuletzt u.a.:

Brait, Andrea/Gehler, Michael (eds.): Grenzöffnung – Grenzen im Kopf  – Grenzüberwindung. Österreich 1989: Innen- und Außenperspektiven, Wien/Köln/Weimar 2014.

Kultur als Grenzöffner? Motive und Schwerpunkte der österreichischen Kulturaußenpolitik im Verhältnis zu seinen östlichen Nachbarstaaten in den Jahren 1989–1991, in: Zeitgeschichte 3/41 (2014), p. 166–183.

About the interpretation of 1989 as an epoch year in Austria, Collective vs Collected Memories. 1989–1991 from an Oral History Perspective, Warschau 8. November 2014.

Details: http://homepage.univie.ac.at/Andrea.Brait/

Project: www.univie.ac.at/offenegrenzen